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Verlinkt:::Deine Spuren im Internet

In Gesellschaft, Links on 27. Februar 2009 at 03:38

Was weiß Google über uns. Der Datenwachschutz-Blog klärt auf:

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Einerseits Andererseits

In kurz erwähnt on 25. Februar 2009 at 12:13

Eine gute Entscheidung in jedem Fall. Nun steht ein biologisches Versuchslabor am Rande der USA. Eines der sichersten Gebäude der Welt, an einem, von Wirbelstürmen am regelmäßigsten verwüsteten, Ort auf der Welt. Zugegeben, die Entscheidung für Galveston und die Universität von Texas ist nachvollziehbar, die Kritik an der Standortwahl jedoch ebenso.

Einerseits versammelt die kleine Insel im Golf von Mexiko bereits eine Mehrzahl namhafter Virologen mit langjähriger Erfahrung im Betrieb von Hochsicherheitslaboren als Teil des medizinischen Zweiges der Hochschule. Weiterhin existiert hier eine ausgezeichnete Forschungsinfrastruktur auf einer Fläche von mehr als 120.000 m².

Andererseits gibt es ein nachvollziehbares Unverständnis dafür, wie man sich für eine meteorologische Krisenregion zur Erforschung höchst kritischer Krankheitserreger entscheiden kann. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass das Forschungsgebäude gegen alle nur denkbaren Gefahren abgesichert ist. Die Position begründet sich vielmehr aus der Überlegung, dass jedes Sicherheitssystem nur so gut ist, wie die Menschen, die es konstruieren und die, die es anschließend am Laufen halten und der Angst vor dem denkbar Undenkbaren.

So, und wie soll man sich nun bei einer solchen Sachlage entscheiden?

Jede Entscheidung ist auf ihre Art die richtige. Jede Entscheidung lässt sich mittragen. Jede Entscheidung, zumindest bis zu dem Augenblick, in dem sie in die Tat gesetzt werden muss. An dieser feinen Schwelle, über die man sie aus den Händen des eigenen Horizonts, in die Welt des Wahrscheinlichen hinüber trägt, übergibt man gleicher Art die Gerichtsbarkeit. Nun ist es an der Zeit, dass Urteil über glücklich oder missglückt zu fällen. Dem Menschen aber, dem bleibt nur sein Wimpernschlag als ein Momentchen Glauben.

Im Falle von Galveston sind wir uns nun einig.

Die Einen wissen um die Unbedenklichkeit, die Übrigen hoffen auf das Wissen der Anderen. Die einen konservativ zukunftsorientiert, die anderen zukunftsorientiert konservativ. Darin bleiben wir uns wohl verschieden: Wie sehen wir die Welt und wohin stellen wir uns in ihr?

In Hamburg eröffnet übrigens demnächst das deutsche Pendent zu Galveston.

http://www.dailytexanonline.com/galveston_national_laboratory_opens_on_schedule

http://www.epa.gov/EPA-IMPACT/2005/April/Day-11/i7249.htm

http://www.utmb.edu/GNL/

http://www.nytimes.com/2008/10/29/us/29lab.html?n=Top/Reference/Times%20Topics/Subjects/H/Hurricanes%20and%20Tropical%20Storms/Hurricane%20Ike

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,587337,00.html

(vom Randy Dickinson)

Kreuzburg Audiostream 08/09

In Kreuzburg, Multimedia on 22. Februar 2009 at 18:00

(KW 08 2009) – Titel: Gesundheit

Download Audio File:

2009-02-22-Kreuzburg-Gesundheit.mp3

Dies ist die Stimme der Kreuzburg

-Gesundheit-

Gesundheit. Gesundheit, wünscht der Mensch dem anderen, wenn er krank ist. Aber was heißt eigentlich krank und was ist gesund? Gesund ist erst einmal das Gegenteil von krank und krank ist, wer körperlich oder geistig eingeschränkt, also nicht voll einsatzfähig ist. Diese physische und psychische Leistungsfähigkeit ist nicht objektiv bestimmbar. Gesundheit ist eine Einschätzung aus einem System heraus. Gesellschaft bestimmt, was gesund und krank ist und gibt diese Bestimmungen an die verschiedenen Systeme, Medizin, Wissenschaft, etc. weiter, das nennt Gesellschaft dann Gesundheitssystem und das ist ein Problem.

Bei körperlichen Störungen verläuft die Trennlinie zwischen gesund und krank noch relativ eindeutig. Wenn die Nase bricht, dann ist sie gebrochen. Aber wie verhält es sich mit einer Lese oder Rechtschreibschwäche? Ist dann das Gehirn krank und wer entscheidet, wann das Gehirn nicht mehr gesund ist? Hyperaktive Kinder werden heutzutage mit Medikamenten behandelt. Wann ist der Geist gesund, wann ist Mensch geisteskrank?

Psychische Störungen lassen sich logischer Weise nur von außen beobachten, nur an den Symptomen, nur am Verhalten. Ein Mensch sieht einen anderen und sagt: geisteskrank. Der aber schließt sich mit fünf oder zehn gleichartigen zusammen, macht Gesellschaft und sagt: Falsch, du bist der Geisteskranke und wir behandeln dich jetzt, damit du dich so wie wir verhältst, damit du so wie wir wirst.

In Deutschland liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei 77 Jahren für Männer und bei 82 Jahren für Frauen. Sieh an, sie wird älter, aha! Viele bleiben allerdings schon vorher auf der Strecke, weil sie sich nicht gesund ernähren oder nicht genug bewegen, herzlichst, ihre Krankenkasse. Außerdem ist der Mensch merkwürdiger Weise oft und gerne damit beschäftigt, sich selbst zu vergiften. Das macht ihm Spaß. Mehr als ein Viertel der Deutschen raucht Tabak oder Marihuana und rafft sich potentiell selbst per Lungenkrebs hin fort. Der Deutsche trinkt im Durchschnitt 12 Liter reinen Alkohol im Jahr, das sind 600 Flaschen Bier pro Kopf, also alle drei Tage ein SixPack, Donnerwetter! Der Berliner sagt dazu:

Mir zwickt die Leber inner Seite

Ick glob, ick brauch ne Zweite

Prost Mahlzeit!

Gesundheit ist das wichtigste. Auch wenn man nicht bestimmen kann, was genau Gesundheit bedeutet, wünschen kann und soll man es jedem Menschen. Wer gesund ist, hat keine Probleme, er denkt es nur. Wer Krebs oder HIV hat, der denkt das nicht, der weiß.

Es ist also die Pflicht aller Menschen, die gesund sind, denen es gut geht, sich dem Leben zu stellen und sich um diejenigen zu kümmern, die krank sind. Gesundheit ist das größte Glück, wer gesund ist, muss dem Leben ins Gesicht schauen, darf sich nicht verstecken, darf keine Angst vor dem Leben haben. Aber Angst sollte man ja so oder so, vor nichts und niemandem haben.

Die Kreuzburg –  jeden Sonntag auf Radio Fritz bei KenFM – http://www.kenfm.de

Hätte mir ja früher einer sagen können, dass…

In Gesellschaft on 22. Februar 2009 at 15:07

…es so einfach ist. Seit Jahren zermarter ich mir immer wieder über verschiedene Fragen mein Hirn. Eine von ihnen setzt sich mit dem Thema Gesellschaft auseinander und wie wir Menschen zusammen in einer Gemeinschaft leben können, in der die Maximen Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit lauten. Aber da bin ich ja nicht allein als Einzelperson. Viele Menschen, Initiativen und Gruppierungen rätseln über die effektivsten Möglichkeiten. Mit einer weitestgehend als naiv bewerteten Grundeinstellung letztlich weltweit Frieden, Freiheit und Gleichheit erreichen zu wollen. Aber wie ich jetzt erfahren habe, sind alle Theorien vom bedingungslosen Grundeinkommen, einer Reichensteuer, unbedingten sozialen Gesellschaften zu kompliziert. Anstatt Veränderungen zu praktizieren reicht schon ein einfaches Vorgehen um das Wohl der Bundesrepublik zu sichern. Jedenfalls wenn man einem Satz Beachtung schenkt, welchen Hans-Olaf Henkel bereits im Februar 2008 in einer Fernsehsendung formulierte. Henkel, ehemaliger Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie sagte in der Sendung Studio Friedman am 07.02.2008

Wir brauchen mehr reiche Leute!

Klar, wieso haben wir alle nicht früher daran gedacht. Schließlich zahlen die Reichen mit jeder Million, die sie  beispielsweise jedes Jahr mehr als Bonuszahlung erhalten ja auch Steuern. Und je mehr Geld die Reichen dem Staat bringen, desto mehr könnte dieser dann verteilen. Mit anderen Worten, wir brauchen nur weiter so machen und die bisherigen unhaltbaren Verhältnisse, die es definitiv in vielen Gesellschafts- und Lebensbereichen gibt, vielleicht noch weiter auf die Spitze treiben.

Nur einen Punkt müsste mir noch jemand erklären. Und zwar, worin jetzt wirklich die  Offenbarung stecken sollte, dass eine Million Euro bei einer Person besser sein soll als 10.000 Menschen die 100 Euro bekämen. Wieso ist es notwendig mehr Reiche zu haben als Millionen, die ein wenig mehr zum Leben hätten?

In der gleichen Sendung offenbarte Herr Henkel seine Sympathie für die FDP. Wer hätte das gedacht?

(C.M.)

Bundesrechnungshof

In Gesellschaft, Politik on 20. Februar 2009 at 12:25

Der Bundesrechnungshof war für mich immer eine ganz besondere Institution. In meinen Augen waren die jährlich in den Medien offenbarten Berichte etwas besonderes. Der Rechnungshof ertappte die Verschwender von Steuergeldern. Und das wurde dem Bürger via Zeitung und TV präsentiert. In meiner naiven Vorstellung war ich felsenfest davon überzeugt, dass viele Ministerien sich ein Beispiel daran nehmen würden. Und bei den Erwischten handele es sich auch nur um Einzelfälle. Recht sollte ich nicht behalten. Auf der Homepage des Rechnungshofes ist zu lesen:

Der BRH prüft die Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes. Gegenstand seiner Prüfungen sind die jährlichen Einnahmen und Ausgaben des Bundes von über 540 Milliarden Euro. Ebenfalls geprüft werden die Sozialversicherungsträger und das Handeln des Bundes bei privatrechtlichen Unternehmen, an denen er beteiligt ist. Insgesamt sind dies vielfältige Aufgaben in unterschiedlichen Bereichen, z.B. Verteidigung, Straßenbau, Steuern oder die Betätigung des Bundes z.B. bei der Deutschen Bahn AG, der Post AG und der Telekom AG.

Was für eine gute Institution. Beim Weiterklicken stolperte ich aber über das Wort „stichpunktartig“. Bei 600 Mitarbeitern wäre jeder für etwa 1 Milliarde Euro zuständig. Wenn ich mein Quittungswirrwarr daheim bedenke, dann mag ein Job beim Rechnungshof nicht erstrebenswert sein. Aber was heisst eigentlich stichpunktartig? Mich würde interessieren, ob es sich um Größenordungen von 5, 10 oder 50% handelt. Stichpunktartig kontrollieren ist ja bekanntlich besser als gar nicht. Aber inwieweit daraus eine nachhaltige Strahlkraft des Rechnungshofes entsteht ist fraglich.

Der Bericht des Rechnungshofes für 2008 steht zum download bereit. Und beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses fröstelte mir ein wenig.

Unzureichende IT-Strategie und keine messbaren Handlungsziele bei IT-Maßnahmen des Bundesarchivs – Zögerliche Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagements – Flugfunk-Prüfungen weiterhin nicht kostendeckend – Zu große Büros kosten Deutsche Rentenversicherung Bund jährlich Millionenbeträge – Bundesministerium untätig trotz finanzieller Nachteile für den Bund – Bundesministerium übergeht Parlament – Unnötige Mehrkosten von 18,1 Mio. Euro bei geplanter Bundesstraße bei Bad Kissingen – Bundeswehr mietet ungeeignete Flugzeugschlepper und zahlte dafür bereits 2,7 Mio. Euro – Soldaten jahrelang ohne Vertrag und Ausbildungsplan bei der Industrie beschäftigt – und so weiter und so fort

Gut, fairerweise muss erwähnt werden, dass auch positive Entwicklungen und Einsparungen vermerkt sind. Im Vergleich überwiegen jedoch die Anmahnungen und verschwendeten Steuergelder. Eine Frage, die durch meinen Kopf geistert lautet: „Wenn das stichpunktartig festgestellte Zustände sind, wie schaut es dann in den nicht-geprüften Arbeitszimmern aus?“

Bei der Lektüre des Berichts  fordert innerlich immer eine Stimme die Ausweitung der Aktivitäten des Rechnungshofes. Wenn schon mehr Beamte eingestellt werden sollen, dann bitte dort!

(C.M.)

http://bundesrechnungshof.de/

http://bundesrechnungshof.de/veroeffentlichungen/bemerkungen-jahresberichte

Eine Viertel Stunde Frieden

In Gesellschaft on 19. Februar 2009 at 01:43

Aus sicherer Quelle wurde mir zugetragen, dass es seit Beginn des zweiten Weltkriegs nur 28 Tage gegeben hat, an denen überall auf der Welt Frieden geherrscht hat. Quelle ist hierbei eine 3sat Reprotage.

Umgerechnet bedeutet das, von 1939 bis 2009 sind es 70 Jahre, also 840 Monate, und von dem war nur ein Einziger friedlich, also grad mal 0,1% ! …wenn man das jetzt mal auf einen Tag umrechnet, war es also grad mal ne Viertelstunde!

Science For A Better Life

In Gesellschaft on 18. Februar 2009 at 21:53

Liest man auf den Seiten von Sanofi-Aventis und Bayer Schering Pharma die Artikel zu Afrikanischer Schlafkrankheit, gewinnt man den Eindruck, in der Pharma-Industrie arbeiten lauter gute Menschen.
An der Schlafkrankheit, hervorgerufen durch Parasiten (Trypanosomen), erkranken etwa 70.000 Menschen jährlich, Millionen sind dem Risiko ausgesetzt. Unbehandelt führt die Krankheit unweigerlich zum Tod.
Gegen diese bedrohliche Erkrankung stellen beide Firmen der WHO seit 2002 kostenlose Medikamente zur Verfügung – und engagieren sich in verschiedenen Kooperationen zu anderen vernachlässigten tropischen Krankheiten.
Alles was auf diesen Seiten steht ist richtig.
Was dort nicht steht:
Das von Bayer bereitgestellte Medikament Suramin existiert in dieser Form schon seit 1920 – damals unter dem Namen Bayer 205, später als Germanin verkauft. Es führt zu erheblichen Nebenwirkungen und ist nur im Frühstadium der Krankheit einsetzbar.
Sanofi-Aventis hat vergessen zu erwähnen, dass die Produktion von Eflornithin in den 90er Jahren eingestellt wurde – aufgrund technischer Schwierigkeiten mit dem Wirkstoff, die eine Produktion des sehr wirksamen Medikaments unmöglich machten.
Komischerweise tauchte derselbe Wirkstoff dann in der Enthaarungscreme Vaniqa auf (ob der Wirkstoff als Creme weniger technische Schwierigkeiten machte?). Das irritierte auch die WHO, Ärzte ohne Grenzen und andere. Und nach langen Kämpfen wurde dann endlich das erreicht, was sich jetzt in der Firmendarstellung so schön als gesellschaftliches Engagement und soziale Verantwortung darstellt.

Angesichts steigender Fallzahlen (heute bereits wieder auf dem Stand von 1920), erheblicher Nebenwirkungen der existierenden Medikamente und zunehmender Resistenzen werden dringend neue Medikamente benötigt.
Also teure Forschung und Entwicklung neuer Medikamente für die Menschen in tropischen Ländern? Obwohl diese bekanntermaßen nicht zu der zahlungskräftigsten Patientengruppe gehören?

So weit geht die soziale Verantwortung dann anscheinend doch nicht…

(L.B.)

Kreuzburg Audiostream 07/09

In Kreuzburg, Multimedia on 15. Februar 2009 at 18:00

(KW 07 2009) – Titel: Holz

Download Audio File:

2009-02-15-Kreuzburg-Holz.mp3

Dies ist die Stimme der Kreuzburg

-Holz-

Holz. Das ist ein Material, mit dem man arbeiten kann, das man bearbeiten. Mit Leidenschaft. Nadelholz, Laubholz, Tropenholz. Schmirgeln, verbiegen, beizen.

Holz, daran kann man sich festhalten, in dieser unseren schnellsten Zeit, denn ein Baum bleibt ein Baum. Wenn heutzutage niemand mehr so genau weiß, wo er hin will, was das alles soll, was er vom Leben möchte und warum er so unzufrieden ist, ein Baum bleibt ein Baum. Eine schöne Mahagoni Schrankwand, wo man irgendetwas reinstellen kann: I’m so unsatisfied – ein Baum bleibt immer ein Baum.

Dabei wünschen wir uns doch nichts so sehr, wie dem anderen zu gleichen, nicht immer so unterschiedlich zu sein, den anderen zu verstehen. Ein Baum unter Bäumen im Wald zu sein, alle aus dem selben Holz geschnitzt, wie Streichhölzer in einer Zündholzschachtel, aus dem gleichen…

Aus dem gleichen Holz

Was?

Aus dem gleichen Holz

Aha Koslowski, und warum aus dem gleichen?

Naja, weil wir ja nicht aus dem selben Baum geschnitzt sind, sondern aus dem gleichen Holz.

Koslowski, es geht um den Wald.

Ach so.

Also.

Schnauze, Koslowski?

Genau. Der Wald. Da stehen wir, zählen unsere Jahresringe und langweilen uns zu Tode, wissen nichts mit uns anzufangen, bemitleiden uns und warten sehnsüchtig auf einen Schreiner, damit er uns endlich wieder mit blutigem Grinsen verkünden kann, dass wo gehobelt wird, auch Spähne fallen.

Egal ob Holz vor der Hütte oder Brett vor dem Kopf, etwas anderes gibt es heutzutage gar nicht mehr, weil wir in einer Zeit leben, in der niemand etwas auf dem Kerbholz hat und alle auf Holz klopfen, damit es noch einmal gut geht. Aber wirklich gut geht es keinem mehr, weil aller Orts gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Das nennt man Marketing und wir wissen das, aber wir wollen nichts dagegen tun. Oder wir können nichts dagegen tun, weil wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen und dabei sind uns das kleine Ästchen, auf dem wir hocken, Stück für Stück abzusägen. Mit einer Kreissäge, weil wir uns nur im Kreise herum drehen und sich niemand mehr fragt, warum das denn alles in Gottes Namen und nicht einmal der kann wahrscheinlich was dafür.

Abschließend soll ein Blatt sprechen, es hat ein Gedicht für uns Menschen geschrieben. Bitte Blatt:


Ich bin nichts

und ich bin alles

Und ich bin immer auch.

An wen soll ich mich halten

Mit wem soll ich mich also messen?

Ich weiss es nicht

Du weisst es nicht

wie eh und Jeh

nur Schall und Rauch


Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Wann habt ihr Euch das letzte Mal so gefühlt, als ob ihr Bäume ausreißen könntet, wenigstens könntet? Darum geht es, um das Bäume ausreißen, ums Bäume schütteln. Denn unter Bäume regnet es zweimal und bevor Bäume fallen, fallen Blätter und wer sich schon vor Blättern fürchtet, der braucht gar nicht erst in den Wald zu gehen. Ist doch ganz einfach. Summae summarum, Angst sollte man so oder so, vor nichts und niemandem haben.

Die Kreuzburg – jeden Sonntag auf Radio Fritz bei KenFM – http://www.kenfm.de

Petition bedingungsloses Grundeinkommen noch bis zum 17.02

In Uncategorized on 15. Februar 2009 at 17:35

Ihr Lieben, die Regierung bietet uns online die Möglichkeiten Petitionen die wir unterstützen wollen zu unterschreiben… die einzige Hürde ist die kurze Registrierung (ja mit echten Daten) dafür kann man dann aber auch einfach alles unterschreiben;) das ist der volle Name: Reformvorschläge in der Sozialversicherung – Bedingungsloses Grundeinkommen vom 10.12.2008 dass der link: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=1422 Gebraucht werden 50.000 Unterschriften damit darüber diskutiert wird. Es sind bereits fast 38.000. Also weiterleiten!!

Freiwilligenjahre zur Pflicht machen?

In Gesellschaft on 13. Februar 2009 at 12:38

Seit Jahren diskutieren unzählige Menschen über den Sinn oder Nicht-Sinn des Wehr- bzw. Ersatzdienstes. Nebenbei entwickelten sich viele Institutionen die jungen Menschen die Möglichkeit einräumen beispielsweise ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr zu absolvieren. Im Jahr 2008 wurde auch in den Medien die von der Bundesregierung unterstützte Aktion des Entwicklungsdienstes groß beworben.

Bei der kurzen Recherche ist mir aufgefallen, dass es immer wieder Vorstöße verschiedenster Gruppierungen gibt, die sich aus unterschiedlichsten Gründen für eine Pflicht zu einem sozialen oder ökologischen Dienst aussprechen. Die Resonanz auf diese Vorschläge fällt äußerst differenziert aus. Keine Pflicht für niemanden. Oder die Frauen mehr heranziehen, weil diese auch Gleichberechtigung fordern. Auch Stimmen, die anmahnen, dass es schon rein finanziell nicht tragbar wäre sind zu vernehmen.

Ich persönlich kenne mich in diesem Thema nicht sonderlich gut aus. Daher könnte meine Gedankenexperimente auch hahnebüchen sein. Schon aus eigenem Wissenstrieb würde ich gern wissen, ob diese Ideen von vornherein zum Scheitern verurteilt sind. Helft mir auf die Sprünge.

Ausgangssitutation:

Alle Personen wären demnach verpflichtet, ein Jahr sozialen, ökologischen oder anderweitigen Dienst abzuleisten. Die Arbeit würde entsprechend einer aufzustellenden Rechnung vergütet werden. Es müsste natürlich auch geschaut werden, dass diese Arbeiten nicht den regulären Arbeitsmarkt in den jeweiligen Bereichen ersetzt. Dazu erhalten die Personen Anrechnung des Jahres, auch was die Rentenkasse anbelangt. Darüber hinaus würde ein System erstellt werden müssen, dass „frische“ Absolventen einer Ausbildung während des Jahres Möglichkeiten haben ihr fachliches Wissen auf dem neusten Stand zu halten. Vielleicht in Form von Workshops, Seminaren oder Bildungsgutscheinen für XY.Vielleicht ist es gar möglich, berufsnahe Angebote zu etablieren. Jemand aus der Branche XY arbeitet für ein Projekt soundso. Somit würden dem Arbeitgebern und dem Arbeitnehmern nur geringfügig Nachteile entstehen.

Es steht außer Frage, dass die Finanzierung auf einem anderen Blatt Papier steht. Generell geht es in erster Linie um die Frage, ob wir, als Gesellschaft, nicht auf vielerlei Weise davon profitieren könnten. Jeder Einzelne, die Gemeinschaft, die Umwelt und die Erde womöglich auch. Oder ist es zu viel verlangt? Schließt unsere Definition von „Freiheit“ ein solches Projekt per se aus? Kann ein Satz wie: „In diesem Jahr würde ich arbeiten, also Steuern bezahlen, also genug für den Staat tun.“ überzeugen? Ich selbst bin unschlüssig und gar keiner klaren Meinung. Wer womöglich mehr zu diesem Thema beitragen kann, ist herzlich eingeladen uns teilhaben zu lassen.

(C.M.)